Wobbly Blue MarbleDie Erde, erklärt für neugierige Kinder.

Fluss · Lettland

Gauja

Gauja heisst der längste Fluss, der von Anfang bis Ende in Lettland bleibt. Er entspringt auf dem Vidzeme-Höhenzug und zieht einen weiten Bogen durch Wälder und Sandsteinhügel. Bei Carnikava erreicht er die Rigaer Bucht.

Wo ist die Gauja?

Die Quelle des Flusses: Vidzeme-Höhenzug, Lettland.

Er mündet in: Rigaer Bucht bei Carnikava, Ostsee.

Länder am Fluss: Lettland.

Die Geschichte dahinter

Die Gauja fliesst durch den ältesten Nationalpark Lettlands, und ihr Tal wirkt fast wie ein grüner Tunnel aus Kiefern und Birken. In Jahrtausenden hat das Wasser rote Sandsteinwände freigelegt; darin liegen Höhlen mit Quellen, die bekannteste ist die Gutmannshöhle bei Sigulda. Von den Burgtürmen in Sigulda und Cesis schaut man weit hinunter auf die Flussschleifen. In den Nebenbächen bauen Biber ihre Dämme, Fischotter jagen im flachen Wasser, und Neunaugen ziehen zum Laichen flussaufwärts. Wenn im Frühling das Eis bricht, türmen sich die Schollen, und die Wiesen verschwinden für ein paar Tage unter braunem Wasser. Im Sommer paddeln ganze Familien im Kanu und übernachten auf Sandbänken. Nahe der Mündung fangen Fischer Neunaugen, eine Spezialität, auf die der Ort Carnikava stolz ist.

Fragen, die Kinder stellen

Wie lang ist die Gauja?

Die Gauja ist 452 Kilometer lang. Der gesamte Lauf liegt in Lettland, von den Quellen im Hochland bis zur Küste. Wegen der vielen Schleifen ist der Fluss viel länger als der gerade Weg zum Meer.

Durch welches Land fliesst die Gauja?

Die Gauja fliesst nur durch Lettland. Sie beginnt im Osten auf dem Vidzeme-Höhenzug und schwenkt nach Norden, Westen und wieder nach Süden. Unterwegs kommt sie an Valmiera, Cesis und Sigulda vorbei.

Wo mündet die Gauja?

Die Gauja erreicht die Rigaer Bucht bei der Ortschaft Carnikava, etwas nördlich der Hauptstadt. Die Bucht gehört zur Ostsee. Sanddünen und Kiefernwälder begleiten das letzte Stück des Flusses.

Woher diese Zahlen stammen

Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.

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