Fluss · Litauen
Memel
Memel, in Litauen Nemunas genannt, ist der längste Fluss des Landes. Sie sammelt ihr Wasser in Belarus und zieht dann nach Nordwesten durch Litauen. Zuletzt erreicht sie das Kurische Haff an der Ostsee.


Bildnachweis: VietovesLt (CC BY 3.0) · Balictrails.eu (CC BY-SA 4.0) · Wikimedia Commons
Wo ist die Memel?
Die Quelle des Flusses: Hügelland in Belarus, südlich von Minsk.
Er mündet in: Kurisches Haff, Ostsee.
Länder am Fluss: Litauen.
Die Geschichte dahinter
Für Litauen ist die Memel so etwas wie eine Hauptstrasse aus Wasser. Früher trieben Holzflösse den Fluss hinab, heute fahren Frachtschiffe zwischen Kaunas und dem Hafen Klaipeda. An den Ufern stehen alte Burgen, etwa in Kaunas und in Raudone, aus einer Zeit, als Ritter um die Flussübergänge kämpften. Kurz vor der Mündung verzweigt sich der Fluss zum Memeldelta, einem flachen Land aus Schilf, nassen Wiesen und seichten Armen. Im Frühling überschwemmt das Schmelzwasser die Felder, und Gänse, Schwäne und Kraniche rasten dort auf ihrem weiten Weg nach Norden. Im Winter friert die Oberfläche manchmal so fest zu, dass Menschen darüber laufen. Wie lang der Fluss genau ist, steht in den Büchern unterschiedlich, denn ein grosser Teil liegt ausserhalb Litauens und wird verschieden gemessen.
Fragen, die Kinder stellen
Wie lang ist die Memel?
Die Memel ist insgesamt rund 937 Kilometer lang. Etwa die Hälfte davon liegt in Litauen. Verschiedene Bücher nennen leicht abweichende Zahlen, weil der Fluss in mehreren Ländern vermessen wird.
Durch welches Land fliesst die Memel?
In dieser Enzyklopädie steht die Memel als längster Fluss Litauens. Sie durchquert das Land vom Südosten bis zur Küste. Ihr Oberlauf liegt in Belarus, wo sich das Wasser zuerst sammelt.
Wo mündet die Memel?
Der Fluss endet im Kurischen Haff, einer flachen Bucht der Ostsee. Vorher teilt er sich in die vielen Arme des Memeldeltas. Schiffe erreichen das offene Meer über den Hafen von Klaipeda.
Woher diese Zahlen stammen
Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.
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