Tier · Spanien, Portugal, Italien
Felsentaube
Columba livia — so heisst dieses Tier in der Sprache, die Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt benutzen.
Die Felsentaube ist der graue Vogel, den jede Stadt als Taube kennt, und alle Tauben der Welt, zahm oder wild, stammen von dieser einen Art ab. Wild brütet sie an Felsküsten.


Bildnachweis: Birds of Gilgit-Baltistan (CC BY-SA 2.0) · Flocci Nivis (CC BY 4.0) · Wikimedia Commons
Wo lebt dieses Tier?
Zuhause: Felsküsten, Äcker und belebte Stadtplätze.
Wild lebt es in diesen Ländern: Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, die Türkei, Marokko, Algerien, Indien.
Schutzstatus der Weltnaturschutzunion: nicht gefährdet.
Steckbrief
Ausgewachsen: 30-35 cm lang, Spannweite 62-68 cm. Es wiegt etwa 0,3 Kilogramm. Auf dem Speiseplan steht Pflanzen und Fleisch.
Die Geschichte dahinter
Lange bevor es Städte gab, brüteten Felsentauben auf Simsen in Klippen und Höhlen an der Küste. Eine Hauswand mit Fenstersims ist für sie nah genug an einer Klippe, und genau deshalb haben sie sich so leicht in den Städten eingerichtet. Menschen hielten und züchteten sie jahrtausendelang, für Fleisch, für Wettflüge und zum Überbringen von Nachrichten. Die Tauben auf den Plätzen sind meist Nachkommen entlaufener Tiere. Beide Eltern füttern ihre Jungen mit Kropfmilch, einem dicken Saft aus dem Hals, deshalb kann ein Taubenpaar fast das ganze Jahr über Junge grossziehen. Über Hunderte Kilometer finden Tauben nach Hause, mit Sonne, Landmarken und dem Magnetfeld der Erde. Eine gute Brieftaube schafft an einem Tag rund 800 Kilometer.
Auf dem Globus finden
Die Felsentaube steht als winzige animierte Figur, die atmet und sich umschaut. Von weit weg ist der Planet nur eine blaue Kugel; die Details erscheinen erst beim Hineinzoomen, und dieses hier taucht auf, sobald du nah genug bist. Auf dem Globus öffnen.
Der Ort liegt genau an seinen echten Koordinaten, nicht ungefähr – dieselben Zahlen, die oben in den Fakten stehen. Wenn du die Ebene für diese Art von Ort ausschaltest, verschwindet er wieder; die Knöpfe dafür sitzen rechts am Rand.
Fragen, die Kinder stellen
Warum gibt es so viele Tauben in Städten?
Weil eine Stadt ihrem natürlichen Zuhause ähnelt. Mauern, Brücken und Fenstersimse ersetzen die Felsküsten, Futter ist leicht zu finden, und Paare können fast das ganze Jahr Junge aufziehen.
Finden Tauben wirklich nach Hause?
Ja. Hunderte Kilometer entfernt losgelassen, orientiert sich eine Brieftaube an der Sonne, an bekannten Landmarken und am Magnetfeld der Erde. Gute Wettflugtauben schaffen an einem Tag rund 800 Kilometer.
Womit füttern Tauben ihre Jungen?
Mit Kropfmilch. Mutter und Vater bilden im Kropf, einer Tasche im Hals, einen dicken hellen Saft, und das Junge steckt den Schnabel hinein, um ihn zu trinken.
Woher diese Zahlen stammen
Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.
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