Wobbly Blue MarbleDie Erde, erklärt für neugierige Kinder.

Tier · Indien, Nepal, Bhutan

Gaur

Bos gaurus — so heisst dieses Tier in der Sprache, die Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt benutzen.

Der Gaur ist das grösste Wildrind der Welt, ein Waldtier aus Süd- und Südostasien, das mehr als eine Tonne wiegen kann. Sein dunkles Fell endet in hellen Unterbeinen, die wie Socken aussehen. Über den Rücken läuft ein hoher Muskelkamm.

Wo lebt dieses Tier?

Zuhause: Immergrüner Wald mit Grasflächen.

Wild lebt es in diesen Ländern: Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam.

Schutzstatus der Weltnaturschutzunion: gefährdet.

Steckbrief

Ausgewachsen: bis etwa 2,2 m Schulterhöhe. Es wiegt etwa 900 Kilogramm. Auf dem Speiseplan steht Pflanzen.

Die Geschichte dahinter

Ein Gaur-Bulle kann mehr als zwei Meter Schulterhöhe erreichen und so viel wiegen wie ein kleines Auto. Der Kamm auf seinem Rücken besteht aus purem Muskel und trägt den schweren Kopf mit Hörnern, die bis etwa einen Meter lang werden. Die Herden sind meist klein, etwa zehn Tiere unter der Führung einer älteren Kuh, während die grössten Bullen oft allein unterwegs sind. Sie fressen Gras und dazu Bambussprossen, Blätter und Rinde, und sie brauchen sowohl Wald zum Ruhen als auch offene Flächen zum Äsen. Wo Menschen sie stören, fressen Gaure nachts und verstecken sich tagsüber im dichten Gebüsch. Nur Tiger können ein gesundes erwachsenes Tier reissen, und selbst ein Tiger nimmt lieber ein Kalb. Man schätzt, dass weniger als etwa 25000 erwachsene Gaure übrig sind, verteilt auf getrennte Waldstücke von Indien bis Vietnam. Darum gilt die Art als gefährdet.

Auf dem Globus finden

Gaur steht als winzige animierte Figur, die atmet und sich umschaut. Von weit weg ist der Planet nur eine blaue Kugel; die Details erscheinen erst beim Hineinzoomen, und dieses hier taucht auf, sobald du nah genug bist. Auf dem Globus öffnen.

Der Ort liegt genau an seinen echten Koordinaten, nicht ungefähr – dieselben Zahlen, die oben in den Fakten stehen. Wenn du die Ebene für diese Art von Ort ausschaltest, verschwindet er wieder; die Knöpfe dafür sitzen rechts am Rand.

Fragen, die Kinder stellen

Ist ein Gaur dasselbe wie ein Büffel?

Nein, es ist eine andere Art von Wildrind mit eigenem Artnamen. Büffel haben flache, weit auseinanderstehende Hörner und lieben Wasser, Gaure haben gebogene Hörner, einen Schulterkamm und bleiben im Wald.

Warum sind seine Unterbeine so hell?

Ab dem Knie abwärts sind die Beine tatsächlich weisslich, darum sieht ein dunkler Gaur aus, als trüge er Socken. Wozu das gut ist, weiss man nicht genau; vielleicht erkennen sich die Tiere so im dämmrigen Licht unter den Bäumen.

Jagt irgendetwas einen erwachsenen Gaur?

Nur der Tiger, und selbst für ihn ist das selten und riskant. Eine Gaur-Herde stellt sich einer Grosskatze gemeinsam entgegen, und ein ausgewachsener Bulle ist stark genug, sie allein zu vertreiben.

Woher diese Zahlen stammen

Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.

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