Fluss · Brasilien
Tapajós
Der Tapajós ist ein grosser Fluss im Regenwald Brasiliens. Er entsteht dort, wo sich die Flüsse Juruena und Teles Pires treffen, fliesst nach Norden durch den Bundesstaat Pará und mündet bei der Stadt Santarém in den Amazonas.

Bildnachweis: Mélété (CC BY-SA 3.0) · Wikimedia Commons
Wo ist der Tapajós?
Die Quelle des Flusses: Zusammenfluss von Juruena und Teles Pires, Brasilien.
Er mündet in: Amazonas bei Santarém, Pará.
Länder am Fluss: Brasilien.
Die Geschichte dahinter
Der Tapajós war lange berühmt für sein klares, blaugrünes Wasser, ganz anders als der milchige Amazonas. Bei Santarém fliessen die beiden Flüsse viele Kilometer nebeneinander her, ohne sich zu mischen; die Leute nennen das die «Begegnung der Wasser». In den trockenen Monaten von August bis Dezember tauchen am Ufer weisse Sandstrände auf, zum Beispiel beim Dorf Alter do Chão, das den Spitznamen «Karibik Brasiliens» trägt. Weiter flussaufwärts halten Stromschnellen grosse Schiffe auf, doch kleine Boote können den ganzen Fluss befahren. Aus dem Einzugsgebiet des Tapajós kennt man etwa 325 Fischarten, und im Tal lebt das Volk der Munduruku. 1928 liess der Autohersteller Henry Ford am Ufer eine ganze Stadt namens Fordlândia bauen, um Kautschuk für Reifen anzupflanzen, doch der Plan scheiterte. Heute macht illegale Goldsuche Teile des Flusses schlammig, und das bereitet vielen Menschen Sorgen.
Fragen, die Kinder stellen
Wie lang ist der Tapajós?
Der Tapajós ist etwa 840 km lang, doch die Länge schwankt je nach Messung: Manche Quellen nennen nur etwa 650 km. Rechnet man seinen Quellfluss Juruena dazu, misst der Fluss etwa 2080 km.
Was ist die Begegnung der Wasser bei Santarém?
Bei Santarém trifft das tiefblaue, etwas wärmere Wasser des Tapajós auf das milchige Wasser des Amazonas, der Schlamm aus den Anden mitbringt. Die beiden Flüsse fliessen viele Kilometer nebeneinander her, bevor sie sich mischen.
Was war Fordlândia?
Fordlândia war eine Stadt, die Henry Ford 1928 am Tapajós bauen liess, um Kautschuk für Autoreifen zu gewinnen. Die Kautschukbäume wurden krank, die Stadt wurde 1934 aufgegeben, und kein einziger Tropfen ihres Kautschuks gelangte je in ein Ford-Auto.
Woher diese Zahlen stammen
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