Tier · Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich
Hirschkäfer
Lucanus cervus — so heisst dieses Tier in der Sprache, die Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt benutzen.
Der Hirschkäfer ist der grösste Käfer Europas, und die Männchen tragen zwei riesige braune Zangen, die wie ein Hirschgeweih aussehen. Dieses Geweih besteht nicht aus Horn, sondern aus stark vergrösserten Oberkiefern.


Bildnachweis: Daniela A. Antoni (CC BY-SA 4.0) · Flocci Nivis (CC BY 4.0) · Wikimedia Commons
Wo lebt dieses Tier?
Zuhause: in alten Eichenwäldern und sonnigen Gartenrändern.
Wild lebt es in diesen Ländern: Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Spanien, Italien, Polen, Rumänien, Ungarn.
Schutzstatus der Weltnaturschutzunion: potenziell gefährdet.
Steckbrief
Ausgewachsen: 3,5–7,5 cm lang (Männchen). Es wiegt etwa 0 004 Kilogramm. Auf dem Speiseplan steht Pflanzen.
Die Geschichte dahinter
Fast sein ganzes Leben verbringt der Hirschkäfer im Verborgenen. Die dicke, helle Larve steckt drei bis sieben Jahre in morschem Holz, etwa in einem alten Eichenstumpf oder einer toten Wurzel, und zernagt es langsam zu Krümeln. Erst im Frühsommer gräbt sich der fertige Käfer heraus, und dann bleiben ihm nur wenige Wochen. In der Dämmerung brummen die Männchen schwerfällig los und suchen Weibchen; treffen sich zwei auf einem Stamm, ringen sie mit den Zangen und versuchen, einander von der Rinde zu heben. Die Zangen wirken bedrohlich, sind aber zu schwach zum Zwicken, während das kleinere Weibchen mit kurzen, kräftigen Kiefern durchaus kneifen kann. Feste Nahrung fressen die erwachsenen Käfer nicht mehr, sie schlecken Baumsaft und Obstsaft mit einer orange behaarten Zunge auf. Weil altes Totholz vielerorts weggeräumt wird, gilt die Art in Europa als potenziell gefährdet.
Auf dem Globus finden
Hirschkäfer steht als winzige animierte Figur, die atmet und sich umschaut. Von weit weg ist der Planet nur eine blaue Kugel; die Details erscheinen erst beim Hineinzoomen, und dieses hier taucht auf, sobald du nah genug bist. Auf dem Globus öffnen.
Der Ort liegt genau an seinen echten Koordinaten, nicht ungefähr – dieselben Zahlen, die oben in den Fakten stehen. Wenn du die Ebene für diese Art von Ort ausschaltest, verschwindet er wieder; die Knöpfe dafür sitzen rechts am Rand.
Fragen, die Kinder stellen
Warum hat das Männchen ein Geweih?
Es ist gar kein Geweih, sondern zwei vergrösserte Oberkiefer, bis zu einem Drittel der ganzen Körperlänge. Die Männchen heben damit Rivalen vom Ast, beissen tun sie damit nicht.
Wo findet man Hirschkäfer?
In den wärmeren Teilen Europas, von Südengland und Frankreich bis Rumänien und Westkasachstan, überall dort, wo alte Eichen und Totholz übrig sind. In Deutschland tauchen sie oft in Parks und Gärten auf.
Was fressen die Larven?
Ausschliesslich morsches Holz, an dem sie drei bis sieben Jahre unter der Erde nagen. Ohne alte Stümpfe und tote Wurzeln gibt es keine neuen Hirschkäfer.
Woher diese Zahlen stammen
Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.
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