Tier · Thailand, Kambodscha, Laos
Siamesischer Kampffisch
Betta splendens — so heisst dieses Tier in der Sprache, die Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt benutzen.
Der Siamesische Kampffisch, kurz Betta, ist ein kleiner Aquarienfisch aus Thailand, dessen Männchen riesige bunte Flossen spreizen und einander nicht ertragen. Er kann an der Oberfläche Luft atmen.



Bildnachweis: Denise Chan (CC BY-SA 2.0) · Smrithy Raj (CC BY-SA 4.0) · ErgoSum88 (Gemeinfrei) · Wikimedia Commons
Wo lebt dieses Tier?
Zuhause: Reisfelder, Gräben und träge Bäche in Thailand.
Wild lebt es in diesen Ländern: Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, Malaysia.
Schutzstatus der Weltnaturschutzunion: gefährdet.
Steckbrief
Ausgewachsen: 6-8 cm lang, Männchen mit langen Schleierflossen. Es wiegt etwa 0 002 Kilogramm. Auf dem Speiseplan steht Fleisch.
Die Geschichte dahinter
In freier Natur lebt der Kampffisch in flachem, warmem Wasser: in Reisfeldern, Gräben und Pfützen mit sehr wenig Sauerstoff. Dafür besitzt er ein Labyrinthorgan, eine gefaltete Kammer über den Kiemen, mit der er wie mit einer Lunge Luft von der Oberfläche schnappt. Wilde Bettas sind bräunlich grün und kurzflossig; die leuchtend roten, blauen und weissen Fische aus dem Zoogeschäft haben Menschen über Jahrhunderte gezüchtet. Treffen zwei Männchen aufeinander, stellen sie Kiemendeckel und Flossen auf, um möglichst gross zu wirken, und meist endet der Streit, sobald eines zurückweicht. Das Männchen baut ein Floss aus Schaumblasen, bewacht die Eier und setzt heruntergefallene zurück ins Nest. Millionen Bettas leben in Aquarien, doch der wilde Fisch gilt als gefährdet, weil die Sümpfe um Bangkok trockengelegt und überbaut werden.
Auf dem Globus finden
Der Siamesische Kampffisch steht als winzige animierte Figur, die atmet und sich umschaut. Von weit weg ist der Planet nur eine blaue Kugel; die Details erscheinen erst beim Hineinzoomen, und dieses hier taucht auf, sobald du nah genug bist. Auf dem Globus öffnen.
Der Ort liegt genau an seinen echten Koordinaten, nicht ungefähr – dieselben Zahlen, die oben in den Fakten stehen. Wenn du die Ebene für diese Art von Ort ausschaltest, verschwindet er wieder; die Knöpfe dafür sitzen rechts am Rand.
Fragen, die Kinder stellen
Warum heisst er Kampffisch?
Weil zwei Männchen einander nicht dulden. Sie stellen Flossen und Kiemendeckel auf, umkreisen sich und zwicken manchmal. In Thailand wurden solche Kämpfe früher um Wetten ausgetragen. In der Natur schwimmt der Unterlegene einfach weg.
Können zwei Bettas in einem Becken leben?
Zwei Männchen dürfen nie zusammen gehalten werden, denn keines kann ausweichen und der Kampf hört nicht auf. Ein einzelnes Männchen in warmem Wasser mit Pflanzen und Verstecken ist ruhig und lebt gut.
Atmet ein Betta wirklich Luft?
Ja. Über den Kiemen sitzt ein Labyrinthorgan, das ein wenig wie eine Lunge arbeitet. Der Fisch steigt an die Oberfläche, schnappt Luft und überlebt so in warmem, schlammigem Wasser, in dem die meisten Fische ersticken würden.
Woher diese Zahlen stammen
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