Wobbly Blue MarbleDie Erde, erklärt für neugierige Kinder.

Tier · Chile

Chinchilla

Chinchilla lanigera — so heisst dieses Tier in der Sprache, die Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt benutzen.

Das Chinchilla ist ein kleines Nagetier aus den Anden mit dem dichtesten Fell aller Landsäugetiere, denn aus jeder Wurzel wachsen bis zu fünfzig Haare. Das Fell wärmt es in der dünnen Bergluft und hätte die Art beinahe das Überleben gekostet.

Wo lebt dieses Tier?

Zuhause: Felsige Hänge hoch in den Anden Nordchiles.

Wild lebt es in diesen Ländern: Chile.

Schutzstatus der Weltnaturschutzunion: stark gefährdet.

Steckbrief

Ausgewachsen: bis 26 cm lang, dazu 13 cm Schwanz. Es wiegt etwa 0,42 Kilogramm. Auf dem Speiseplan steht Pflanzen.

Die Geschichte dahinter

So dichtes Fell hat einen Nachteil: Wasser kommt daraus nicht mehr heraus. Ein nasses Chinchilla bleibt nass, und im feuchten Fell kann sich Schimmel auf der Haut bilden. Statt sich zu waschen, wälzt sich das Tier deshalb in feinem Vulkanstaub, der Fett und Schmutz aufnimmt und danach wieder ausgeschüttelt wird. In den Bergen lebt es in Kolonien zwischen den Felsen, frisst zähe Gebirgspflanzen und kommt vor allem in der Dämmerung heraus. Genau dieses Fell machte es zu einem der meistgejagten Tiere Südamerikas, denn für einen einzigen langen Mantel wurden weit über hundert Felle gebraucht. Wilde Chinchillas gibt es heute nur noch an wenigen Stellen in Nordchile, und die Art gilt als stark gefährdet, obwohl Millionen in Käfigen leben.

Auf dem Globus finden

Die Chinchilla steht als winzige animierte Figur, die atmet und sich umschaut. Von weit weg ist der Planet nur eine blaue Kugel; die Details erscheinen erst beim Hineinzoomen, und dieses hier taucht auf, sobald du nah genug bist. Auf dem Globus öffnen.

Der Ort liegt genau an seinen echten Koordinaten, nicht ungefähr – dieselben Zahlen, die oben in den Fakten stehen. Wenn du die Ebene für diese Art von Ort ausschaltest, verschwindet er wieder; die Knöpfe dafür sitzen rechts am Rand.

Fragen, die Kinder stellen

Warum baden Chinchillas im Staub?

Ihr Fell ist so dicht, dass Wasser nicht wieder heraustrocknet, und in feuchtem Fell kann Schimmel entstehen. Feiner Vulkanstaub nimmt stattdessen Fett und Schmutz auf und wird danach einfach ausgeschüttelt.

Sind wilde Chinchillas bedroht?

Ja. Die Jagd auf ihr Fell hat sie fast ausgerottet, wilde Kolonien gibt es nur noch an wenigen Stellen in Nordchile, und deshalb gilt die Art als stark gefährdet. Die Millionen Tiere in Menschenhand sind eine andere Geschichte.

Wie alt wird ein Chinchilla?

Im Schnitt etwa zehn Jahre, gut gehaltene Tiere können auch zwanzig erreichen. Für ein Nagetier dieser Grösse ist das lang, deutlich länger als bei einer Ratte oder einem Meerschweinchen.

Woher diese Zahlen stammen

Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.

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