Tier · Vereinigte Staaten, Mexiko, Japan
Riemenfisch
Regalecus glesne — so heisst dieses Tier in der Sprache, die Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt benutzen.
Der Riemenfisch ist der längste Knochenfisch der Meere, ein silbernes Band mit rotem Kamm, das bis zu acht Meter lang werden kann. Er lebt tief im offenen Ozean und wird fast nie lebend gesehen.

Bildnachweis: Parker & Coward (Gemeinfrei) · Wikimedia Commons
Wo lebt dieses Tier?
Zuhause: Offener Ozean, von nahe der Oberfläche bis 500 m.
Wild lebt es in diesen Ländern: die Vereinigten Staaten, Mexiko, Japan, die Philippinen, Neuseeland, Australien.
Schutzstatus der Weltnaturschutzunion: nicht gefährdet.
Steckbrief
Ausgewachsen: meist etwa 3 m lang, in seltenen Fällen bis 8 m. Auf dem Speiseplan steht Fleisch.
Die Geschichte dahinter
Ein Riemenfisch hat weder Schuppen noch Zähne. Sein Körper ist ein flaches silbernes Band, am ganzen Rücken von einer roten Flosse gesäumt, deren erste Strahlen wie eine Krone über dem Kopf aufragen. Taucher, die einen gefilmt haben, sahen ihn senkrecht im Wasser stehen, Kopf oben, Schwanz unten, und sich mit einer Welle vorwärtsschieben, die durch diese lange Flosse läuft, während der übrige Körper still bleibt. Er frisst Krill und andere kleine Schwebetiere und saugt sie mit einem Maul ein, das sich wie eine Röhre nach vorn schiebt. Fast alles, was man über ihn weiss, stammt von toten Tieren, die an Strände gespült werden. Darum ranken sich Geschichten um ihn: In Japan heisst er Bote aus dem Palast des Meeresgottes, und früher glaubte man, sein Auftauchen kündige ein Erdbeben an. Forscher haben Strandungen und Beben verglichen und keinen Zusammenhang gefunden.
Auf dem Globus finden
Der Riemenfisch steht als winzige animierte Figur, die atmet und sich umschaut. Von weit weg ist der Planet nur eine blaue Kugel; die Details erscheinen erst beim Hineinzoomen, und dieses hier taucht auf, sobald du nah genug bist. Auf dem Globus öffnen.
Der Ort liegt genau an seinen echten Koordinaten, nicht ungefähr – dieselben Zahlen, die oben in den Fakten stehen. Wenn du die Ebene für diese Art von Ort ausschaltest, verschwindet er wieder; die Knöpfe dafür sitzen rechts am Rand.
Fragen, die Kinder stellen
Wie lang wird ein Riemenfisch?
Die meisten sind etwa drei Meter lang. Gemessene Tiere erreichten sieben bis acht Meter, womit der Riemenfisch der längste bekannte Knochenfisch ist. Berichte über elf Meter wurden nie bestätigt.
Kündigen Riemenfische Erdbeben an?
Nein. Die Vorstellung stammt aus japanischen Überlieferungen, in denen der Fisch ein Bote des Meeresgottes ist. Forscher haben jahrzehntelange Strandungen mit Erdbebendaten verglichen und keinen Zusammenhang gefunden.
Warum sieht man Riemenfische so selten?
Weil er fern der Küste im tiefen offenen Wasser lebt, wo kaum jemand hinschaut. Die Tiere, die man zu Gesicht bekommt, sind meist krank oder sterbend und treiben ins flache Wasser oder an den Strand.
Woher diese Zahlen stammen
Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.
Zuletzt geprüft: