Wobbly Blue MarbleDie Erde, erklärt für neugierige Kinder.

Tier · Brasilien, Venezuela, Guyana

Zitteraal

Electrophorus electricus — so heisst dieses Tier in der Sprache, die Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt benutzen.

Der Zitteraal ist ein langer, walzenförmiger Fisch aus südamerikanischen Flüssen, der in seinem Körper selbst Strom erzeugen kann. Mit schwachen Impulsen findet er sich im trüben Wasser zurecht, mit starken betäubt er seine Beute.

Wo lebt dieses Tier?

Zuhause: Langsame Flüsse und Sümpfe am Amazonas und Orinoco.

Wild lebt es in diesen Ländern: Brasilien, Venezuela, Guyana, Suriname, Kolumbien, Peru, Ecuador, Bolivien.

Schutzstatus der Weltnaturschutzunion: nicht gefährdet.

Steckbrief

Ausgewachsen: bis etwa 2 Meter lang. Es wiegt etwa 15 Kilogramm. Auf dem Speiseplan steht Fleisch.

Die Geschichte dahinter

Ein Zitteraal ist gar kein echter Aal, sondern ein Messerfisch mit einem sehr langen Schwanz, in dem drei elektrische Organe stecken. Diese Organe sind voll mit Tausenden flacher Zellen, die in Reihen liegen und wie winzige Batterien arbeiten. Feuert der Aal sie alle gleichzeitig ab, kann der Stoss mehrere hundert Volt erreichen und einen Fisch kurz erstarren lassen. Meistens sendet er viel schwächere Impulse aus und ertastet damit wie mit einer Lampe Wurzeln, Schlammbänke und Tiere. Seine Augen sind schlecht, und das Wasser ist oft so dunkel wie starker Tee. Etwa alle zehn Minuten muss er auftauchen und Luft holen, denn er atmet über die gefaltete Haut in seinem Maul. Die Jungen schlüpfen in einem Schaumnest, das der Vater baut und bewacht. Ausgewachsen ist ein Zitteraal so lang wie ein Erwachsener gross ist.

Auf dem Globus finden

Zitteraal steht als winzige animierte Figur, die atmet und sich umschaut. Von weit weg ist der Planet nur eine blaue Kugel; die Details erscheinen erst beim Hineinzoomen, und dieses hier taucht auf, sobald du nah genug bist. Auf dem Globus öffnen.

Der Ort liegt genau an seinen echten Koordinaten, nicht ungefähr – dieselben Zahlen, die oben in den Fakten stehen. Wenn du die Ebene für diese Art von Ort ausschaltest, verschwindet er wieder; die Knöpfe dafür sitzen rechts am Rand.

Fragen, die Kinder stellen

Kann sich ein Zitteraal selbst schocken?

Dickes Fettgewebe und die Haut leiten den Strom aussen um den Körper herum, sodass das meiste durch das Wasser fliesst. Den Stoss eines Nachbarn spürt ein Aal aber durchaus.

Was frisst ein Zitteraal?

Ausgewachsene Aale jagen Fische, Garnelen und Krebse, junge fressen Insektenlarven und Würmer. Die Beute finden sie nicht mit den Augen, sondern durch Tasten und Stromsignale, und schlucken sie ganz.

Warum muss er Luft atmen?

Das warme, stehende Wasser enthält nur sehr wenig Sauerstoff. Die Haut in seinem Maul ist gefaltet und voller Blutgefässe, darum wirkt ein Schluck Luft an der Oberfläche fast wie eine Lunge.

Woher diese Zahlen stammen

Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.

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