Tier · Südafrika, Botswana, Namibia
Honigdachs
Mellivora capensis — so heisst dieses Tier in der Sprache, die Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt benutzen.
Der Honigdachs ist ein gedrungener Verwandter der Marder, der Schlangen ausgräbt, Bienennester plündert und fast niemandem ausweicht. Seine Haut ist so dick und locker, dass er sich im Griff eines Angreifers umdrehen kann.


Bildnachweis: Bernard DUPONT (CC BY-SA 2.0) · Gerhard mauracher (CC BY-SA 4.0) · Wikimedia Commons
Wo lebt dieses Tier?
Zuhause: Trockene Savannen, Buschland und Felshügel von Afrika bis Indien.
Wild lebt es in diesen Ländern: Südafrika, Botswana, Namibia, Simbabwe, Kenia, Tansania, Äthiopien, Indien.
Schutzstatus der Weltnaturschutzunion: nicht gefährdet.
Steckbrief
Ausgewachsen: 60-75 cm lang, etwa 25 cm Schulterhöhe. Es wiegt etwa 10 Kilogramm. Auf dem Speiseplan steht Fleisch.
Die Geschichte dahinter
Ein Honigdachs ist kaum länger als eine Hauskatze, doch wenige Tiere haben einen solchen Ruf. Seine Haut ist dick und sitzt so locker, dass ein grösseres Raubtier zubeissen kann und der Dachs sich in seiner eigenen Haut einfach herumdreht und zurückbeisst. Mit kräftigen Vorderkrallen gräbt er sich in Minuten einen Bau in harten Boden und reisst Nester wilder Bienen auf, um an Larven und Honig zu kommen. Er frisst fast alles, was er fangen kann: Käfer, Frösche, Schildkröten, Nagetiere, Eier und Schlangen, auch giftige. Honigdachse leben allein in riesigen Streifgebieten, und in Zoos sind sie dafür bekannt, Riegel zu öffnen und aus Gehegen zu klettern.
Auf dem Globus finden
Der Honigdachs steht als winzige animierte Figur, die atmet und sich umschaut. Von weit weg ist der Planet nur eine blaue Kugel; die Details erscheinen erst beim Hineinzoomen, und dieses hier taucht auf, sobald du nah genug bist. Auf dem Globus öffnen.
Der Ort liegt genau an seinen echten Koordinaten, nicht ungefähr – dieselben Zahlen, die oben in den Fakten stehen. Wenn du die Ebene für diese Art von Ort ausschaltest, verschwindet er wieder; die Knöpfe dafür sitzen rechts am Rand.
Fragen, die Kinder stellen
Ist der Honigdachs wirklich so furchtlos?
Er stellt sich tatsächlich Tieren, die viel grösser sind als er, sogar Löwen und Hyänen. Seine zähe, lockere Haut und die scharfen Krallen machen ihn zu einem unangenehmen Gegner, deshalb geben grosse Raubtiere meist auf.
Warum heisst er Honigdachs?
Weil er die Nester wilder Bienen aufbricht, um an die Larven und den Honig zu kommen. Seine dicke Haut hält dabei die meisten Stiche ab.
Übersteht ein Honigdachs einen Schlangenbiss?
Honigdachse jagen Giftschlangen wie Kobras und überstehen Bisse, die ein anderes Tier ihrer Grösse töten würden. Immun sind sie aber nicht: Ein Dachs kann stundenlang bewusstlos liegen, bevor er wieder aufsteht.
Woher diese Zahlen stammen
Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.
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