Wobbly Blue MarbleDie Erde, erklärt für neugierige Kinder.

Tier · Australien

Schnabeltier

Ornithorhynchus anatinus — so heisst dieses Tier in der Sprache, die Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt benutzen.

Das Schnabeltier ist ein australisches Säugetier, das Eier legt, einen entenähnlichen Schnabel und Schwimmhäute hat und mit geschlossenen Augen jagt. Sein Schnabel spürt die schwachen elektrischen Signale kleiner Tiere im Schlamm.

Wo lebt dieses Tier?

Zuhause: Flüsse und Bäche in Ostaustralien und auf Tasmanien.

Wild lebt es in diesen Ländern: Australien.

Schutzstatus der Weltnaturschutzunion: potenziell gefährdet.

Steckbrief

Ausgewachsen: Männchen etwa 50 cm, Weibchen etwa 43 cm lang. Es wiegt etwa 1,3 Kilogramm. Auf dem Speiseplan steht Fleisch.

Die Geschichte dahinter

Als 1799 das erste Fell nach London kam, hielten Gelehrte es für einen Scherz und suchten nach den Nähten. An diesem Tier passt nichts recht zusammen: Es ist ein Säugetier mit Fell und warmem Blut, legt aber zwei ledrige Eier in einen Erdbau, und das Weibchen hat keine Zitzen. Die Milch tritt durch die Haut aus, und die Jungen lecken sie aus dem Fell. Unter Wasser schliesst das Schnabeltier Augen, Ohren und Nasenlöcher und findet Würmer, Garnelen und Insektenlarven mit rund 40'000 Sinneszellen im Schnabel, die winzige elektrische Impulse arbeitender Muskeln aufnehmen. Ein Tauchgang dauert etwa eine halbe Minute. Die Männchen tragen an den Hinterfüssen je einen Sporn mit Gift, das einen erwachsenen Menschen vor Schmerz aufschreien lässt.

Auf dem Globus finden

Das Schnabeltier steht als winzige animierte Figur, die atmet und sich umschaut. Von weit weg ist der Planet nur eine blaue Kugel; die Details erscheinen erst beim Hineinzoomen, und dieses hier taucht auf, sobald du nah genug bist. Auf dem Globus öffnen.

Der Ort liegt genau an seinen echten Koordinaten, nicht ungefähr – dieselben Zahlen, die oben in den Fakten stehen. Wenn du die Ebene für diese Art von Ort ausschaltest, verschwindet er wieder; die Knöpfe dafür sitzen rechts am Rand.

Fragen, die Kinder stellen

Legt das Schnabeltier wirklich Eier?

Ja. Es ist eines von nur fünf Säugetieren der Welt, die Eier legen, statt lebende Junge zu gebären. Das Weibchen legt meist zwei weiche, ledrige Eier in einen Erdbau und rollt sich darum, bis sie schlüpfen.

Ist das Schnabeltier giftig?

Die Männchen ja. An jedem Hinterfuss sitzt ein spitzer Sporn, der mit einer Giftdrüse verbunden ist, und ein Stich verursacht Schmerzen, gegen die Schmerzmittel kaum helfen. Tödlich ist das für Menschen nicht, doch es gibt nur sehr wenige giftige Säugetiere.

Wie findet das Schnabeltier mit geschlossenen Augen Futter?

Mit dem Schnabel. Rund 40'000 Sinneszellen in der Schnabelhaut nehmen die schwachen elektrischen Impulse auf, die jeder arbeitende Muskel aussendet. So verrät sich eine Garnele im Schlamm, ohne gesehen oder gehört zu werden.

Woher diese Zahlen stammen

Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.

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