Wobbly Blue MarbleDie Erde, erklärt für neugierige Kinder.

Tier · Südafrika, Botswana, Namibia

Erdferkel

Orycteropus afer — so heisst dieses Tier in der Sprache, die Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt benutzen.

Das Erdferkel gräbt sich in der afrikanischen Nacht mit schaufelartigen Klauen in Termitenhügel, die fast so hart sind wie Stein. Sein Name bedeutet auf Afrikaans Erdschwein, doch mit Schweinen ist es gar nicht verwandt. Seine nächsten Verwandten sind Elefanten und Klippschliefer.

Wo lebt dieses Tier?

Zuhause: Savanne, Busch und Grasland südlich der Sahara.

Wild lebt es in diesen Ländern: Südafrika, Botswana, Namibia, Simbabwe, Mosambik, Tansania, Kenia, Äthiopien.

Schutzstatus der Weltnaturschutzunion: nicht gefährdet.

Steckbrief

Ausgewachsen: etwa 1,2 m lang plus 60 cm Schwanz. Es wiegt etwa 60 Kilogramm. Auf dem Speiseplan steht Insekten.

Die Geschichte dahinter

Ein Erdferkel schläft den ganzen Tag unter der Erde und kommt nach Sonnenuntergang heraus, um zwei bis fünf Kilometer weit nach Ameisen und Termiten zu suchen. Es arbeitet mit Nase und Ohren: In seiner Nase sitzen mehr Riechzellen als bei fast jedem anderen Säugetier, und die bis zu 25 Zentimeter langen Ohren klappt es zu, wenn Erde fliegt. Ist ein Hügel offen, fegt eine klebrige Zunge von etwa 30 Zentimetern die Insekten auf, und ein einziges Tier schluckt in einer Nacht Zehntausende. Seine Backenzähne haben keinen harten Schmelz und wachsen einfach nach, während sie sich abnutzen. Graben ist sein grosses Können: Etwa einen Meter frischen Tunnel schafft es in fünf Minuten. Alte Erdferkelbauten werden zu Wohnungen für Warzenschweine, Stachelschweine, Mangusten und Eulen, eine ganze Nachbarschaft hängt also an einem Gräber. Es sieht aus und frisst wie ein südamerikanischer Ameisenbär, doch verwandt sind die beiden nicht; sie haben nur dieselben Werkzeuge für dieselbe Arbeit entwickelt.

Auf dem Globus finden

Erdferkel steht als winzige animierte Figur, die atmet und sich umschaut. Von weit weg ist der Planet nur eine blaue Kugel; die Details erscheinen erst beim Hineinzoomen, und dieses hier taucht auf, sobald du nah genug bist. Auf dem Globus öffnen.

Der Ort liegt genau an seinen echten Koordinaten, nicht ungefähr – dieselben Zahlen, die oben in den Fakten stehen. Wenn du die Ebene für diese Art von Ort ausschaltest, verschwindet er wieder; die Knöpfe dafür sitzen rechts am Rand.

Fragen, die Kinder stellen

Wie entgeht es den Bissen?

Dicke Haut, steife Borsten rund um die Nasenlöcher und eine Nase, die es verschliessen kann, halten die Soldaten fern. Wird das Beissen zu schlimm, wechselt das Erdferkel einfach an eine andere Stelle des Hügels.

Was ist eine Erdferkelgurke?

Das ist eine Wildpflanze, deren Früchte unter der Erde reifen. Das Erdferkel gräbt sie wegen des Wassers darin aus und lässt die Samen im Kot nahe einem frischen Bau zurück, Pflanze und Tier brauchen sich also gegenseitig.

Warum sieht man kaum eines?

Erdferkel kommen nur nachts heraus, leben allein und verschwinden beim kleinsten Verdacht in einem Bau. Forscherinnen und Forscher zählen deshalb oft frische Grabstellen und Spuren statt der Tiere selbst.

Woher diese Zahlen stammen

Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.

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