Tier · Vereinigte Staaten, Mexiko
Amerikanischer Pfeilschwanzkrebs
Limulus polyphemus — so heisst dieses Tier in der Sprache, die Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt benutzen.
Der Amerikanische Pfeilschwanzkrebs ist ein helmförmiges Meerestier mit neun Augen und hellblauem Blut, das gar kein Krebs ist. Verwandt ist er mit den Spinnen, und seine Gruppe gibt es seit rund 445 Millionen Jahren.


Bildnachweis: Kaldari (CC0) · Hans Hillewaert (CC BY-SA 4.0) · Wikimedia Commons
Wo lebt dieses Tier?
Zuhause: Flache Sandbuchten an der Atlantikküste Amerikas.
Wild lebt es in diesen Ländern: die Vereinigten Staaten, Mexiko.
Schutzstatus der Weltnaturschutzunion: gefährdet.
Steckbrief
Ausgewachsen: bis 60 cm lang, Schwanzstachel eingerechnet. Es wiegt etwa 2 Kilogramm. Auf dem Speiseplan steht Fleisch.
Die Geschichte dahinter
Unter dem braunen Panzer läuft ein Tier auf zehn Beinen und zermahlt Würmer und Muscheln mit Borsten an eben diesen Beinen, denn Kiefer hat es keine. Der lange Stachel hinten ist keine Waffe: Der Pfeilschwanzkrebs benutzt ihn als Hebel, um sich wieder umzudrehen, wenn ihn eine Welle auf den Rücken wirft. In Frühlingsnächten um Vollmond kommen in der Delaware Bay Tausende an Land und legen Eier in den Sand, und genau dann treffen Zugvögel ein, die sich davon satt fressen. Das hellblaue Blut enthält Kupfer statt Eisen und gerinnt, sobald es Bakterien berührt. Die Medizin prüft damit, ob Impfstoffe und Infusionen keimfrei sind, deshalb werden viele Tiere gefangen, zur Ader gelassen und wieder freigelassen. Der Bestand nimmt ab.
Auf dem Globus finden
Der Amerikanische Pfeilschwanzkrebs steht als winzige animierte Figur, die atmet und sich umschaut. Von weit weg ist der Planet nur eine blaue Kugel; die Details erscheinen erst beim Hineinzoomen, und dieses hier taucht auf, sobald du nah genug bist. Auf dem Globus öffnen.
Der Ort liegt genau an seinen echten Koordinaten, nicht ungefähr – dieselben Zahlen, die oben in den Fakten stehen. Wenn du die Ebene für diese Art von Ort ausschaltest, verschwindet er wieder; die Knöpfe dafür sitzen rechts am Rand.
Fragen, die Kinder stellen
Ist der Pfeilschwanzkrebs wirklich ein Krebs?
Nein. Trotz des Namens gehört er zu einer eigenen Gruppe, die den Spinnen und Skorpionen näher steht als den Krebsen. Beine und Mundwerkzeuge verraten es.
Warum ist das Blut blau?
Weil es den Sauerstoff mit Kupfer statt mit Eisen transportiert, und Kupfer wird hellblau, sobald sich Sauerstoff anlagert. Menschenblut nutzt Eisen und ist deshalb rot.
Kann der Pfeilschwanzkrebs mit dem Stachel stechen?
Nein. Der Stachel sieht gefährlich aus, hat aber kein Gift und wird gegen niemanden eingesetzt. Das Tier stemmt ihn in den Sand, um sich wieder umzudrehen.
Woher diese Zahlen stammen
Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.
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