Wobbly Blue MarbleDie Erde, erklärt für neugierige Kinder.

Tier · Australien, Indonesien, Philippinen

Steinkoralle

Scleractinia — so heisst dieses Tier in der Sprache, die Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt benutzen.

Eine Steinkoralle ist keine Pflanze, sondern eine Kolonie winziger Tiere, von denen jedes in einem eigenen Kelch aus Kalk sitzt. In jedem Polypen wohnen noch kleinere Algen, die Nahrung abgeben und dafür sicher untergebracht sind.

Wo lebt dieses Tier?

Zuhause: in warmen, klaren und sonnigen Flachmeeren.

Wild lebt es in diesen Ländern: Australien, Indonesien, die Philippinen, die Malediven, Ägypten, Mexiko, Belize, Fidschi.

Steckbrief

Ausgewachsen: Polypen wenige Millimeter, Kolonien viele Meter. Es wiegt etwa 0 001 Kilogramm. Auf dem Speiseplan steht Fleisch.

Die Geschichte dahinter

Jeder Polyp ist ein weicher Schlauch mit einem Kranz von Tentakeln um den Mund, und nachts streckt er sie aus, um vorbeitreibendes Plankton zu fangen. Tagsüber lässt er die Algen arbeiten: Sie machen aus Sonnenlicht Zucker, und ein grosser Teil der Nahrung des Polypen kommt direkt von ihnen. Unter der lebenden Haut baut der Polyp einen Kelch aus Kalk, und weil ständig neue Polypen dazuknospen, stapeln sich die Kelche zu Ästen, Platten und Blöcken, die wir Riff nennen. Verzweigte Korallen wachsen im Jahr rund zehn Zentimeter, schwere kugelige kaum einen, deshalb kann ein alter Korallenblock älter sein als das Haus der Grosseltern. Wird das Meer zu lange zu warm, stossen die Polypen ihre Algen aus, und durch die klare Haut scheint das weisse Skelett; das ist die Korallenbleiche, und eine gebleichte Koralle hungert, ist aber noch nicht tot. Kühlt das Wasser rasch genug wieder ab, ziehen neue Algen ein und die Farbe kommt zurück. In vielen Riffen laichen ganze Kolonien in denselben wenigen Nächten im Jahr und geben Wolken von Eiern und Samen ab, die das Wasser milchig färben.

Auf dem Globus finden

Steinkoralle steht als winzige animierte Figur, die atmet und sich umschaut. Von weit weg ist der Planet nur eine blaue Kugel; die Details erscheinen erst beim Hineinzoomen, und dieses hier taucht auf, sobald du nah genug bist. Auf dem Globus öffnen.

Der Ort liegt genau an seinen echten Koordinaten, nicht ungefähr – dieselben Zahlen, die oben in den Fakten stehen. Wenn du die Ebene für diese Art von Ort ausschaltest, verschwindet er wieder; die Knöpfe dafür sitzen rechts am Rand.

Fragen, die Kinder stellen

Wie gross ist ein einzelner Korallenpolyp?

Die meisten Polypen einer Kolonie messen nur wenige Millimeter, etwa so viel wie eine Bleistiftmine dick ist. Millionen von ihnen bauen zusammen die Aeste und Blöcke, die ein Riff wie eine ganze Landschaft aussehen lassen.

Wo wachsen Steinkorallen?

Riffbildende Steinkorallen brauchen warmes, klares Wasser mit viel Licht und wachsen deshalb in flachen tropischen Meeren wie am Grossen Barriereriff, im Roten Meer und in der Karibik. Andere Steinkorallen leben kalt und dunkel in mehreren hundert Metern Tiefe, und die haben gar keine Algen.

Was ist die Korallenbleiche genau?

Die Farbe einer Koralle stammt vor allem von den Algen in ihrem Inneren; stossen die Polypen die Algen bei zu grosser Wärme aus, scheint das nackte weisse Skelett durch. Die Koralle lebt dann noch, hat aber den grössten Teil ihrer Nahrung verloren und erholt sich nur, wenn kühleres Wasser die Algen zurückkehren lässt.

Woher diese Zahlen stammen

Alle Zahlen auf dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung einzeln gegen öffentliche Nachschlagewerke geprüft. Wo Quellen sich uneinig sind, steht das im Text.

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